Erste Schritte mit dem Openmoko Neo Freerunner

Openmoko Neo

Openmoko Neo

Openmoko steht für OPen MObile KOmmunication, d.h. das Handy steht komplett mit Hard- und Softwarekonfiguration offen. Sogar die CAD-Dateien für das Gehäuse stehen zum Download bereit. Schon die erste Generation des Handys hörte auf den Namen Neo, damals noch mit dem Zusatz 1973, für das Jahr, in dem das Telefon zuerst mobil wurde.
Freerunner heisst nun die zweite Generation des Neo, weil man mit dieser Ausgabe erstmals einen größeren Anwenderkreis ansprechen will. Nicht mehr nur die Hardcorenerds, für die es das Neo 1973, intern GT01, komplett mit einem Debug-Board zu kaufen gab, nein, jetzt will man es auch reinen Softwareentwicklern und Enthusiasten ermöglichen, an der Weiterentwicklung der Software und der Usability teilzunehmen.Das ist zwar für mich, der ich weder ein Hardcorenerd noch ein Softwarenerd bin, noch etwas früh, aber sehr enthusiastisch sehe ich mich als Enthusiasten, der endlich auch mal ein Linux-Telefon benutzen möchte.

freerunnerverpackung800Bestellen kann man das Gerät bei verschiedenen Adressen, ich habe zwei probiert und mich letztendlich für den entschieden, der schneller liefern konnte. Das Freerunner kostet je nachdem, wo man es bestellt, zwischen 329 € ohne weiteres Zubehör oder 350 € mit Tasche und Headset.

freerunnerlieferumfang800Nach dem Öffnen des Päckchens fallen drei Dinge ins Auge, eine kleine schwarze Kiste mit grüner Bauchbinde, eine Neoprentasche und eine kleine Tüte mit Headset. Tasche und Headset sind wie gesagt schon Zubehör, der eigentliche Lieferumfang verbirgt sich in der schwarzen Kiste. Öffnet man die Schachtel, findet man zuerst eine Karte mit „Thank You for your efforts to Free The Phone“. Ist doch gleich nett, so wird man für den nicht unbeträchtlichen Kapitalabfluß gleich etwas entschädigt.

Für das geistige Wohl sorgt dann die Rückseite, auf der ein Spruch von LaoTze vermerkt ist.

laotzespruch-1

 

Nimmt man die oberste Lage mit dem eigentlichen Handy heraus, kommt darunter der Rest des Lieferumfangs zum Vorschein.

Das Zusammenstecken der Komponenten ist etwas fummelig, wie bei fast allen Handys, aber kein Problem. Ist die Rückseite geöffnet, klappt man zuerst die SIM-Kartenaufnahme nach oben, dann die SD-Kartenaufnahme, die unter der SIM-Aufnahme liegt ebenfalls nach oben. Karten rein, in der richtigen Reihenfolge wieder zuklappen, den Akku dazu, den Deckel wieder drauf und das war schon die ganze Vorbereitung.orschein, ein Ladegerät mit Wechselstecker (Europa/UK), ein USB-Verbindungskabel auf MiniUSB, ein Akku, eine 512 MB MicroSD-Karte mit Adapter und ein Kombistift, der gleichzeitig Touchpen, Kuli, Laserpointer und Taschenlampe ist. Auf dem Bild sind rechts daneben auch noch die Neopren-Tasche und das Headset zu sehen.

screenshot-1Als nächstes habe ich dann das Freerunner per USB-Kabel mit dem Rechner verbunden und war sehr überrascht, das das Gerät sofort bootete. Es ist wirklich spannend, dem Gerät beim Durchflitzen der Bootmeldungen zuzuseheh, allerdings ist die Schrift so klein und die Messages so schnell, dass man kaum etwas entziffern kann. Nach kurzer Zeit zwigt sich dann der openmoko Splashscreen mit Fortschittsbalken und irgendwann erscheint der Startbildschirm.

Die drei unteren Symbole führen auf jeweils einen eigenen Bildschirm, Home ist der Startbildschirmn, hinter dem + verbirgt sich die Softwarezusatzausstattung und hinter den Rädchen sowas wie der Taskmanager.
screenshot-2Programme für’s Internetbrowsen oder zum Einstellen des Klingeltones oder des Hintergrundbilds such man schon vergeblich. Von der Standardsofwareausstattungs sollte man nicht zuviel erwarten, was man auf dem Screenshot vom Programmstarter sieht, ist die komplette, über das normale Menü erreichbare Softwareausstattung. Ein Adressbuch, das eigentliche Wählprogramm, ein SMS-Manager, ein Programm zum Erstellen der Screenshots und ein Terminalprogramm.

Aber, telefonieren kann man damit schon und für alles andere gibt’s ja die Linux-Community und noch viel wichtiger, die openmoko-Community.

Ich möchte allerdings auch nicht verschweigen, dass ich es nach wenigen Minuten wilden Herumklickens auf dem Touchscreen geschafft hatte, das Gerät zum ersten Absturz zu bringen. Allerdings ist mir das seitdem nicht mehr gelungen.

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