Schlagwort-Archiv: Film

Heimkinochen

Rechner, Beamer, Leinwand, Soundsystem, das sind die Zutaten für ein eigenes Heimkino. Das Teuerste daran ist wahrscheinlich der Beamer, denn den Rechner hat man ja in der Regel schon. Daran hängt wahrscheinlich auch schon irgendein Soundsystem, fehlt also nur noch die Projektionsleinwand zum Glück.

Eine überschlägige Rechnung erbrachte dafür von meiner Wunschliste so ca 1500 Euronen für die sehr gelegentlichen Momente, an denen man mal einen Film “wie im Kino sehen will. OK, wie im Kino ist nur ein sehr grober Euphemismus, dazu würden noch die Schlangen an der Kasse, vor dem Klo und an der Popkornmaschine gehören.

Wie auch immer, mit der Rechnung war der Ausgang vorhersehbar, Filmriss…

…oder geht das auch billiger, wenn man die Ansprüche herunterschraubt?

Klar, billiger geht immer, aber geht auch günstiger? Kurze Antwort, ja, aber nicht viel. Bei billiger ist es einfacher.

Mein Erstversuch enthält einen LED Beamer von Artlii für 72,99 €, eine ivolum Stativleinwand 200×200 cm für 54,99 € sowie einen schon vorhandenen Raspberry Pi 3 in einem Pi Desktop Gehäuse. Beamer und Pi werden über HDMI verbunden, so umgehe ich die Soundschwäche des Pi-Soundausgangs und lebe nur mit der Soundschwäche des Beamers. Jetzt noch Kodi auf den Raspberry Pi und es kann schon fast los gehen. Eben nur fast, denn mit dem Desktopgehäuse scheint der Raspberry 3 seine WLAN-Fähigkeit einzubüßen. Erst ein externer USB-WLAN-Stecker behebt dieses Problem. Jetzt sieht der Pi das NAS und damit steht dem hausinternen Filmstream nichts mehr im Weg.

Für gut 70 Euronen erhält man natürlich keinen Projektor, der auch bei hellem Tageslicht flüsterleise und kristallklar Ton und Bild über 5 m auf die Leinwand projiziert. Aber in einem abgedunkelten Raum auf drei Meter Entfernung kriegt man das gleiche Feeling wie in einem dieser Schuhschachtelkinos in den 80er Jahren. Die Leinwand ist tadellos glatt, wenn auch nicht besonders stark reflektierend. Aber das ist eine weisse Wand ja auch nicht. Und von dem störenden Geruch, den manche Kommentare auf Amazon erwähnen, ist fast nichts wahrzunehmen.

Und ehrlich, für weniger als 200 € ein komplettes System aus Rechner, Beamer und Leinwand, hätte mir das vor zehn Jahren einer erzählt, ich hätte ihn ausgelacht.

Jetzt warte ich mal bis es dunkel ist und sehe mir einen alten Bond-Film an :-)

Und wenn ich dann nach einem Jahr feststelle, dass ich das regelmäßig tue, denke ich über besseres Equipment nach…

Meine persönliche Top Film Liste

Gar nicht so einfach, wie ich urspünglich dachte.

  1. 1942 Casablanca
  2. 1944 Die Feuerzangenbowle
  3. 1951 African Queen
  4. 1954 Die sieben Samurai
  5. 1957 Witness for the Prosecution – Zeugin der Anklage
  6. 1961 Eins, Zwei, Drei
  7. 1962 Hatari!
  8. 1966 Grand Prix
  9. 1967 The Jungle Book – Das Dschungelbuch
  10. 1967 The Dirty Dozen – Das Dreckige Dutzend
  11. 1968 Were Eagles dare – Agenten sterben einsam
  12. 1968 Spiel mir das Lied vom Tod
  13. 1968 Bullitt
  14. 1968 The Thomas Crown Affair – Thomas Crown ist nicht zu fassen
  15. 1969 Battle of Britain – Luftschlacht um England
  16. 1969 The Italian Job – Das Original
  17. 1970 Chisum
  18. 1970 Le Mans
  19. 1971 Shaft
  20. 1973 The Sting – Der Clou
  21. 1973 The Day of the Jackal – Der Schakal
  22. 1975 The Rocky Horror Picture Show
  23. 1977 Star Wars – Krieg der Sterne
  24. 1977 Smokey and the Bandit – Ein ausgekochtes Schlitzohr
  25. 1978 Convoy
  26. 1980 Blues Brothers
  27. 1981 Das Boot
  28. 1986 Little Shop of Horrors – Der kleine Horrorladen
  29. 1988 Ein Fisch namens Wanda
  30. 1990 The Hunt for Red October – Jagd auf Roter Oktober
  31. 1992 Kleine Haie
  32. 1993 Much ado about nothing – Viel Lärm um nichts
  33. 1994 Four Weddings and a Funeral – Vier Hochzeiten und ein Todesfall
  34. 1994 Der bewegte Mann
  35. 1995 Rob Roy
  36. 1997 The Fifth Element – Das fünfte Element
  37. 1998 Ronin
  38. 2001 Die fabelhafte Welt der Amélie
  39. 2001 Herr der Ringe Trilogie
  40. 2003 Kill Bill Volume 1 und 2
  41. 2003 Love Actually – Tatsächlich … Liebe
  42. 2008 Willkommen bei den Sch’tis
  43. 2012 Ziemlich beste Freunde

Dachbodenfund 1: Kodak Retina 1a

Stöbern auf dem Dachboden hat was. Irgend etwas findet man immer, an dem Erinnerungen hängen. Diesmal ist mir meine erste Kamera in die Hände gefallen.

Es handelt sich um eine Kodak Retina 1a, Baujahr irgendwann zwischen 1951 und 1954. Ich bekam sie als Siebenjähriger von meinem Vater. Das war irgendwann 1969.

Kodak Retina 1a

Kodak Retina 1a

Weiterlesen

Videoaufnahme und -bearbeitung for free

Vor ein paar Wochen habe ich einen zweiten Anlauf genommen, mich mit dem OnlineTVRecorder zu beschäftigen. Beim ersten Versuch vor gut eineinhalb Jahren gefielen mir erstens die Bildqualität der Filme nicht und zweitens empfand ich es als arg umständlich, wie man an die aufgenommenen Filme herankommen sollte. Und dann das Dekodieren. Und danach war dann auch noch die Werbung herauszuschneiden, ach wie umständlich.

Den zweiten Versuch startete ich im Januar daher mit verhaltenen Erwartungen. Um es vorweg zu nehmen, ich bin gelinde begeistert, was mit einem freien Service und freier Software so alles geht.

Weiterlesen

Endlich gesehen: Ratatouille

RemyObwohl meine Frau Animationsfilme nicht favorisiert, waren wir am Wochenende in Ratatouille, dem neuesten Pixar-Streifen. Schließlich geht es ums Kochen und das wiederum ist etwas, was meine Frau sehr interessiert :-)

Die Handlung ist nett, aber nicht besonders tiefschürfend. Wer überraschende Wendungen erwartet, sollte lieber einen anderen Film besuchen.

Was absolut gelungen ist, ist die technische Umsetzung der Animation. Die Ratten sehen gleichzeitig knuffig und nach Ratte aus. Nasse Ratte sieht auch aus wie nasse Ratte und als sie im Dampfgarer geföhnt werden oder einen Blitzschlag überstehen, stellt sich das Fell realitätsnah auf. Auch Wasser sieht aus wie Wasser, nicht nur langsam dahinfließendes sondern auch rauschendes wild herumstürzendes Wasser mit Gischt und allem drum und dran.

Fazit, das Eintrittsgeld haben wir nicht bereut. Kann man sich ansehen, muß man aber nicht. Animationstechnisch absolut spitze

Endlich gesehen: Das Bourne Ultimatum

Tja, was soll ich sagen, den Film hätte ich mir auch gut auf DVD ausleihen können. Meine Kurzkritik lautet: belanglos.
Irgendwie keine echte Handlung, langatmige aber hektisch geschnittene Verfolgungsjagden, die es schwierig machen, die eigentliche Belanglosigkeit der Handlung sofort wahrzunehmen. OK, Bondfilme sind handlungsmässig auch nicht prickelnder, aber da gibt’s gelegentlich wenigstens witzige Dialoge.
Gelernt habe ich, daß besonders geheime CIA-Killer eigentlich immer ein Mororola Razr Handy haben. OK, habe ich also ein Killerhandy.
Fazit, wer wissen will, warum Jason Bourne das ist, was er ist und wie er wirklich heißt, kann sich den Film ansehen. Alle anederen können es lassen und haben sicher keine Perle der Cineastik verpasst.