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Avira Free Antivir unter Windows 8 entfernen

Seitdem Windows 8 auf meiner Workstation Windows 7 abgelöst hat, kommt es sporadisch zu Abstürzen. Schnell fiel der Verdacht auf den Virenscanner. Unter Windows 7 habe ich gern und lange die kostenlose Version von Avira Antivir genutzt.
Windows 8 bringt mit dem Defender erstmals eine eigene AV-Lösung mit, die sich nach dem Betriebssystemupdate scheinbar heftig mit dem vorher unter Windows 7 installierten Virenscanner von Avira beisst.
Eine kurze Recherche im Netz bringt nach einiger Suche die Information zutage, dass derzeit (Stand 07.11.2012) kein Avira Scanner existiert, der zu Windows 8 kompatibel ist. Leider hat Windows beim Update des Betriebssystems den inkompatiblen Virenscanner aber auch nicht bemängelt.
Wie kriegt man den jetzt weg? Einfach deinstallieren klappt nicht, sondern endet im nächsten Absturz.
Die richtige Lösung ist das manuelle Entfernen der Dateien im abgesicherten Modus. Aber an den kommt man unter Windows 8 nicht mehr so leicht heran.

!!! Vorsicht!!! Ich übernehme natürlich keine Garantie dafür, dass die folgende Prozedur funktioniert. Jeder, der die von mir beschriebene Prozedur benutzt, tut das auf eigene Gefahr!!!

Die bei meinem System erfolgreiche Variante stammt von hier

  • WIN und R drücken, msconfig eintippen und starten
  • Reiter Start öffnen
  • unter Startoptionen das Häkchen bei Abgesicherter Start setzen
  • Übernehmen, neu starten
  • Windows 8 startet im abgesicherten Modus.

Jetzt das komplette Verzeichnis des Virenscanners im entsprechenden Programmverzeichnis löschen.

Nun muss noch die Registry gesäubert werden. Dafür hat Avira ein eigenes Tool bereitgestellt.

Das Tool ist recht selbsterklärend. Zuerst lässt man nach den Avira-Schlüsseln suchen, dann wählt man sie alle aus und löscht sie.

Jetzt nochmal die Prozedur von oben in abgewandelter Form:

  • WIN und R drücken, msconfig eintippen und starten
  • Reiter Start öffnen
  • unter Startoptionen das Häkchen bei Abgesicherter Start entfernen
  • Übernehmen, neu starten
  • Windows 8 startet wieder normal.

Meinen Unmutsaward haben sich diesmal Avira und Microsoft zusammen verdient. Avira dafür, dass sie trotz einjährigem Vorlauf keine Windows 8 kompatible Version ihres Scanners hinbekommen haben und Microsoft dafür, dass sie beim Update keine entsprechende Warnung zeigen und auch dafür, das sie den abgesicherten Modus so schön versteckt haben.

Windows 7 in 32 und 64 Bit auf Atom-Netbook und Quad Core Workstation

Obwohl bekennender Linux-Enthusiast, haben auch Nischenbetriebssysteme ihre Lebensberechtigung auf meinen Rechnern. Die aktuellsten, ein Acer Netbook mit Windows XP pro und eine Quad Core Workstation mit Vista Ultimate boten sich an, das neueste Kind der Windows-Familie auszuprobieren.

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Windows XP auf ein Acer Aspire One quetschen

An anderer Stelle habe ich schon meine ersten Gehversuche mit dem Acer Aspire One Netbook vorgestellt, dass meinen Hardwarezoo jetzt bereichert.

Gespannt war ich natürlich darauf, wie sich das Installieren von Windows XP so ganz ohne optisches Laufwerk bewerkstelligen lässt.

Wie immer ist das Netz die passende Fundgrube. Hier und hier wird beschrieben, wie man sich einen USB-Stick in eine XP-Installationsquelle umrüstet. Ich habe die zweite Variante ausprobiert, die WinSetupFromUSB benutzt.

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Reingefallen auf Microsoft und die Computerpresse…

Eigentlich hätte ich es ja besser wissen müssen. Und so einfach konnte es ja auch gar nicht sein, einfach Vista Ultimate kaufen und eine Lizenz benutzen, um Vista sowohl auf dem physischen PC als Host laufen zu lassen, als auch in einer virtuellen Maschine als Guest. So wurde es in diversen PC-Zeitschriften announced und so einen Quatsch habe ich geglaubt.

Frisch installiert sah es ja auch so aus, als ginge das. Bis ich eben, nach gut fünf Monaten das virtuelle Vista mal wieder hochgefahren habe. Natürlich meldete sich sogleich der Aktivierungsassistent und verkrüppelte nach kurzer Überprüfung mein virtuelles Vista. Eine kurze Recherche im Internet ergab dann, dass ein feiner Unterschied besteht zwischen “darf in einer virtuellen Maschine installiert werden” und “darf gleichzeitig mit einer Lizenz auf einem PC und darin in einer virtuellen Maschine installiert werden”.

Jetzt weiss ich allerdings nicht, wen ich zuerst bashen sollte, Microsoft, die einfach konsequent den einmal eingeschlagenen Kurs der rücksichtslosen Gewinnmaximierung unbeirrbar weiter gehen oder die zahlreichen Computerzeitungsredakteure und -schreiberlinge, die aus oberflächlich gelesenen Spezifikationen die falschen Schlüsse ziehen. Oder mich selbst, der den Scheiß glaubt, den irgendein stümperhaft recherchierender Schreiberling für druckreif erklärt.

OK, da ich das virtuelle Vista in den letzten fünf Monaten nicht gebraucht habe, wird’s einfach gelöscht und gibt 20 GB Platz frei. Aber vielleicht möchte mir Microsoft ja auch eine zweite Lizenz von Vista Ultimate schenken, damit ich legal weiterarbeiten kann? Steve? Bill? Nein? Dann eben nicht, Linux macht in VMs sowieso viel mehr Spaß, weil es nämlich mit weniger Ressourcen auskommt :-)