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Extended Winterpause

Ich bin nun schon seit November 2008 nicht mehr Käfer gefahren, erste Entzugserscheinungen machen sich bemerkbar. Mir fehlt das charakteristische Rasseln, ich vermisse die Dreiecksfenster und unterdrücke gelegentlich den Reflex, nach dem Faltdachhebel zu greifen 🙂

Auch der Lego-Käfer kann die Symptomer nicht mehr kaschieren, ich will endlich wieder mit Fritzchen durch die Alleen brausen.

Das wird allerdings noch dauern, hier in Brandenburg, östlich von Berlin ist der Winter nochmal voll ausgebrochen. Und obwohl ich aus der Vergangenheit durchaus die Erfahrung gemacht habe, dass Käfer voll wintertauglich sind, werde ich es nicht farauf ankommen lassen. Nicht, weil ich es Fritzchen oder mir nicht zutraue, aber ich wäre untröstlich, wenn irgenein Flachlandtiroler, durch eine fallende Schneeflocke erschreckt, sein modernes Blech in mein antikes Wolfsburger Gefährt bohren würde. Nicht auszudenken. Nein, der Käfer bleibt im Winterquartier bis der Schnee weg ist.

Auch wenn’s zunehmend schwerer fällt…

Seit 60 Jahren kann man Käfer kaufen

01127-gross.jpgWie die Zeit vergeht, kaum ist der Käfer 70 geworden, kann man ihn schon seit 60 Jahren käuflich erwerben.

Erst seit 60 Jahren? Ja, da war doch diese Zeit, in dem man zwar auf ihn sparen konnte, aber dauernd andere damit durch die Weltgeschichte gefahren sind. Wirklich kaufen konnte man ihn erst seit Sommer 1948, nachdem die Fuhrparkgaragen der Briten, Amerikaner und Franzosen voll waren.

Mehr dazu hier: Vor 60 Jahren wurde der erste VW Käfer von Volkswagen ausgeliefert

Wiederentdeckung der Lieblingsbeschäftigung deutscher Männer

Heute musste Fritzchen mal wieder der Blechlawine vor unserem Haus weichen. Ist ja auch etwas viel mit Alltagsauto, Auto von Sohn, Auto von Freundin von Sohn und altem Käfer sind beide Carports belegt und die Plätze davor.

Also kam der Käfer wieder in seine Garage. Auf dem Weg machte ich noch einen Abstecher zur Tankstelle, denn auf dem Dach hatte sich jede Menge Pollenstaub angesammelt und die Windschutzscheibe war zu eine Fliegenfriedhof geworden.

Und da geschah es, dass ich des deutschen Mannes Lieblingsbeschäftigung wieder für mich entdeckte, samstägliches Wagenwaschen. Einen 45 Jahre alten Oldie mit Chromzierleisten und Faltdach fährt man natürlich nicht durch die Waschanlage, da legt man noch selbst Hand an. OK, ich habe nur die Kurzversion absolviert, Wachsen und Polieren habe ich mir gespart, da ist bei dem Lackverfall nicht mehr viel zu machen. Das hebe ich mir für nach der Neulackierung auf.

Diesmal also nur drei Euro in die Selbstwaschanlage, abspülen, einseifen, nochmal abspülen, nochmal nachseifen und zu guter letzt mit demineralisiertem Wasser entgültig abspülen. Nass gefällt er mir ja am besten, da sieht er aus wie frisch lackiert.

Trocknen konnte er dann auf dem Weg in die Garage, knapp 1500 m reichten dazu völlig. Nun steht er trocken und sauber in seiner Remise und wartet auf den nächsten Einsatz.

Fritzchen frischgewaschen in der Garage

Ein ganz normaler Sonntag…

…an dem irgendwann nachmittags der Käfer aus der Garage geholt wird, damit man ein standesgemäßes Gefährt für die Fahrt zur Eisdiele hat 🙂

Dabei habe ich dann gleich die Gunst der Stunde genutzt und ein paar alte Aufkleber von den Fenstern entfernt. Bislang prangte auf der Heckscheibe immer noch ein „Rotkäppchen“ Schriftzug und vorne rechts oben störte ein alter Versicherungswerbeaufkleber die freie Sicht. Beide sind jetzt entfernt.

Und morgen geht’s dann an die Tankstelle, den Käfer waschen und den Staub des Winters entfernen.

Winterpause

Irgendwie war das Wetter noch nicht wieder so, daß ich frohgemut den Luftgekühlten aus der Garage geholt hätte. So langsam leide ich schon unter Entzugserscheinungen. Und das Jahr schreitet weiter fort und damit sinken die Chancen, noch einen netten sonnigen Tag für eine kleine Ausfahrt zu erwischen.

Als kleinen Ersatz hatte ich gestern auf der Zugfahrt von Frankfurt nach Berlin eine Fachsimpelei mit einem Kollegen über Käfer und ihren Platz in der Familie. abei kam z.B. zutage, daß der 1200 Standard, so ganz ohne Chrom, bei den Damen verpönt war, weil er durch seine Schlichtheit ein zu schmales Bankkonto anzeigte.

Gott sei Dank, daß Fritzchen ein Export ist, zumindest muß ich mich nicht schämen, ihn vor der Tür stehen zu haben. Obwohl es heute wahrscheinlich eher als Understatement gilt, einen chromlosen Standardkäfer vor der Tür zu haben.

Ich hatte allerdings anno ’85 auch nichts Eiligeres zu tun, als aus meinem chromlosen Sparkäfer unter Zuhilfenahme zweier Schrottplätze einen Luxuskäfer zu machen. Eben den Hauch von Luxus zu erlangen, den verchromte Scheinwerferringe, Radkappen, Stoßstangen, Tür- und Haubengriffe versprühen. Ja, so einfach war es damals…

Käferschubsen in Prötzel

Nach drei Wochen Miesepeterwetter zwischen Spree und Oder entwickelte sich der Sonntag ganz so, wie er sollte. Ich nenne das Spitfire-Wetter, blauer Himmel mit langsam dahintreibenden dicken weißen Wolken.
SWMBO und ich holten also den Fritz aus der Garage und sahen in der Umgebung nach, ob unsere Lieblingsrouten noch da waren.
Sowas macht natürlich hungrig und wie es der Zufall wollte, kamen wir genau rechtzeitig zum Mittagessen an „der Goldenen Kartoffel“ in Prötzel vorbei. Nach dem Essen noch ein kleiner Verdauungsspaziergang am See und wieder zurück zum Wagen. Weiterlesen

Ende des Winterschlafs

[singlepic=9,160,120,,right]Heute mußte, besser durfte ich Fritzchen aus seinem Winterschlaf wecken, in dem er seit Ende November schlummerte.
Seitdem nämlich wartete er in seinem Winterquartier darauf, dass ich ihn endlich zum TÜV bzw. zur Werkstatt unseres Vertrauens bringe.
Dunkle Befürchtungen hegend näherte ich mich der Garage. Der Jahrhundertsturm, dem Teile des Lehrter Bahnhofs erlagen, ging anscheinend auch nicht spurlos am Garagenrollo vorbei, es war ausgebeult, irgendjemand hatte es von innen verkeilt und ausserdem war es auch noch teilweise aus der Führung gesprungen. Alles Schäden, die sich leicht beheben liessen, nachdem die erste Sekunde des Erstaunens vorbei war.
So, der Weg zum Käfer war also frei, also die Tür aufgeschlossen und einen ersten Startversuch gewagt.
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Käfer als Antistressmittel

Tatort Brandenburg. Mit leicht überhöhter Geschwindigkeit rasselt ein alter Volkswagen durch die märkischen Alleen.
Leute, ich sage euch, es gibt nichts besseres, um dem gelegentlich auftretenden Alltagsstress, egal ob beruflich oder vielleicht auch privat, ein wirksames Mittel entgegenzusetzen.
Man nehme einen überraschend sonnigen und warmen Novembertag, eine Gegend, in der eine Ausfahrt sich lohnt und einen alten Faltdachkäfer wie Fritzchen. Alles was dann noch fehlt, ist, das Faltdach aufzumachen, den Zündschlüssel von Garage auf Fahrt zu drehen und den Weg in die Allee einzuschlagen.
Schon eine halbe Stunde kann als Antistresstherapie erfolgreich sein, ich hab’s gestern im Selbstversuch erprobt, es hilft.
Und mit stolzgeschwellter Brust kann ich ausserdem verkünden, dass der Käfer trotz vier Wochen Untätigkeit in seiner Garage sofort angesprungen ist, dank sei der Motorüberholung letztes Jahr.
Und in der Allee habe ich dann sogar noch einen aktuellen Golf überholen müssen, weil er dem Vorwärtsdrang seines Markenopas nichts entgegenzusetzen hatte 🙂

DornFritzchen ist erwacht

Man, das wurde ja Zeit. So einen lang anhaltenden Winter habe ich lange nicht erlebt. Und immer, wenn es so aussah, als ob es demnächst warm und trocken genug für die erste Ausfahrt sein würde, file das Thermometer wieder unter o° und es schneite. Aber vorletztes Wochenende war es dann soweit. Es ist zwar immer noch ein wenig kühl gewesen, aber immerhin war’s Samstag schon warm genug, um im Garten zu arbeiten. Dummerweise wurde das Wetter just wieder schlechter, als die Gartenarbeit dem Ende zuging und ich mich schon seelisch darauf eingestellt hatte, noch ein Stündchen mit Fritzchen durch die Landschaft zu rasseln.

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Ein Käfer rollt zur Arbeit

Fredersdorf, 27.05.2005, 7:30 Uhr Ortszeit. Das Wetter ist perfekt, wolkenloser strahlender Himmel, knapp 20 °C. Faltdach auf, Seitenfenster runtergekurbelt, Dreiecksfenster ausgestellt und ab auf die B1. Ich bin wohl einer der Wenigen im morgendlichen Berufsverkehr, für den selbst eine montägliche Fahrt zur Arbeit ein Genuss ist.

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