Linuxtag auf dem Acer Netbook

Nachdem Ubuntu als Installation in Windows XP so gut funktioniert hat und das Netbook ja mal mit Linpus Linux, einem Fedora-Clone ausgeliefert wurde, war es an der Zeit, Linux auch endlich gleichberechtigt neben Windows zu installieren. Das Windows darf bleiben, ich halte mir gern alle Optionen offen.

openSUSE

Für den ersten Installationsversuch wähle ich aus historische Gründen openSUSE. Die DVD mit openSUSE 11 bekommt man im Netz als ISO, da habe ich meine gleich zweimal herunter geladen, zusammen gut 9 GB, weil der Startversuch der ersten Brennung zuverlässig reproduzierbar bei ca. 72 % des Kernelladens mit einem hässlichen Geräusch aus dem externen Plextor-Laufwerk abbricht.

Also flugs ein neues Image gezogen und munter nochmal gebrannt. Mit dem gleichen hässlichen Geräusch, wieder bei ca. 72 %. OK, das hatte ich irgendwann mit SuSE schon mal, also probiere ich die Live-CD. Die bootet zwar bis zum Splashscreen, bleibt dort aber infinitiv hängen. Einen haben wir noch, die Netboot-CD. Mit der geht’s dann tatsächlich, openSUSE 11 lässt sich über’s Netz installieren, keine Beanstandungen, abgesehen davon, dass es natürlich eine kleine Weile dauert, 2,3 GB Daten über DSL 2000 von einem FTP-Server zu holen.

Die Überraschung kommt anschliessend, die frisch installierte openSUSE hat wohl Migräne und bootet nicht. Die Installation kommt genau so weit, wie bei der Live-CD. Kurz nach dem Erkennen der Netbook-Grafik ist Schluß.

Das ist’s dann auch bei mir, will der eine Pinguin nicht, kriegt eben der nächste seine Chance. In diesem Fall Fedora 10, seit Ende Oktober verfügbar, jetzt auch als gebrannte CD in meiner Linux-Sammlung.

Fedora

Das Livesystem braucht ein bisschen, bis es auf dem Netbook mit Gnome-Desktop erscheint, aber es erscheint. Und das sogar in der korrekten Auflösung von 1024×600 Pixel. Eine Parallelinstallation unter Vista in VMware 6.5 auf einer Workstation ist allerdings deutlich fixer. Eine Core 2 Duo CPU ist allerdings auch deutlich fixer als ein Atom-Prozessor.

Richtig Umschauen im System geht auf dem Live-Fedora auf dem Netbook jedoch nicht, es ruckelt arg und friert irgendwann ein. Installieren macht so keinen Spaß, also zurück in die Kiste mit der CD, wenden wir uns dem nächsten Pinguin zu.

Ubuntu

Das ist dann wieder mal Ubuntu, aktuell Intrepid Ibex 8.10. Es wird den geneigten Leser wenig überraschen, dass diese Installation tatsächlich funktioniert, schliesslich hat der unerschrockene Steinbock sein Geschick ja schon unter Window auf der gleichen Hardware unter Beweis gestellt.

Eine kleine Hürde hat das Tierchen aber noch parat, die schräge Bildschirmauflösung von 1024×600 Pixel verwirrt das Installationsprogramm, wenn man es direkt aus dem Startmenü aufruft. Dann entscheidet Ubuntu sich nämlich für eine Auflösung von 1024×768, womit die unteren 168 Pixel für die Maus unerreichbar sind. Genau dort befinden sich aber die Schaltflächen für den Installationsfortschritt. Nun kann man es entweder im Blindflug mit der Tab-Taste probieren, oder einfach erst das Livesystem booten und von dort die Installation anstossen.

Den Weg bin ich gegangen und er funktioniert. Einfach so. Da openSUSE die Umpartitionierung schon glanzvoll erledigt hat, entscheide ich mich, die schon eingerichteten Partitionen weiter zu verwenden, d.h. das Windows XP auf sda1 wird unter /windows gemounted, sda2 wird auch von Ubuntu als swap genutzt, sda5 wird für / neu formatiert und sda6 wird für /home neu formatiert.

Danach geht es dann mit dem gleichen kleinen Problem weiter, dass ich in einem anderen Beitrag schon beschrieben habe, der WLAN-Treiber muss noch geändert werden. Das war’s. Linux läuft. Geht doch. Liebe Teams von openSUSE und Fedora, kauft euch doch bitte mal ein Acer Aspire One und sorgt dafür, dass eure Distributionen auch problemlos laufen.

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