Der steinige Weg zum 64bit-Vista

Hotlines sind ja was Tolles. Man braucht in keinen Laden mehr, um irgendwas zu erledigen, nein, geht alles per Hotline.

Das Hotlines auch eine moderne Form der Geißelung darstellen, wird dabei oft verschwiegen.

Meine neueste Erfahrung und nicht mal die Schlimmste erlebte ich Freitag, d.h. eigentlich wollte ich sie schon Donnerstag erleben, aber dazu später mehr.

Da Vista bei mir irgendwie zunehmend Ressourcen frisst und Speicher fast nix mehr kostet (zwei 1GB-Riegel für zusammen knapp 40 € inclusive Versand, soviel hat man früher für vier Packungen Disketten bezahlt), hat mein Rechner hier zuhause jetzt vier Gigabyte Arbeitsspeicher. Da 32bit-Vista damit nicht komplett umgehen kann und Spiele nicht die Domäne dieses Rechners sind, bietet es sich an, auf die 64bit-Version von Vista zu wechseln.

Eine kurze Internetrecherche förderte eine Microsoft-Seite zutage, auf der man unter Angabe seines Product Keys die dazu nötige Installations-DVD bestellen kann. Drei Versuche später ist zwar der auf dem Aufkleber extrem klein abgedruckte Key fehlerfrei auf der Seite eingetragen, aber es wird immer noch ein Fehler angezeigt, leider ohne zu spezifizieren, worin er denn besteht.

Gegencheck mit dem Internet Explorer statt Firefox, selbes Resultat. Immerhin bevorzugt MS den IE hier nicht.

OK, also rufe ich die Hotline an. Dran ist eihne Bandansage „Leider rufen Sie ausserhalb unserer Geschäftszeiten an. OK, wer würde auch schon glauben, dass eine Hotline bis 18:00 besetzt ist.

Am nächsten Morgen der nächste Versuch, um kurz nach 8:00. „Leider rufen Sie ausserhalb unserer Geschäftszeiten an. OK, also wird erst ab 9:00 bei Microsoft telefoniert.

Dran ist dann ein freundlicher Herr mit englischem Akzent, der mich, wahrscheinlich gestählt durch lange Jahre an der Hotline, entweder für bescheuert oder für einen totalen Rookie hält. Nach ein paar Sätzen wissen wir dann beide, mit wem wir es wechselseitig zu tun haben. „Woher haben Sie denn den PC?“ werde ich gefragt. „Von Alternate, zusammen mit dem Betriebssystem“ antworte ich. „Alternate kenne ich nicht, was ist dass?“

OK, denke ich, offensichtlich liesst mein Gesprächspartner keine deutschen Computerzeitschriften. Egal, wir kommen überein, dass ich eine Systembuilder-Version habe. Dazu kriege ich dann die Info, dass man Medien dafür auf einer anderen Webseite bestellen muss. Nun ja, man könnte es auch einfach machen, aber warum soll Microsoft anders arbeiten als andere Firmen. Kompliziert hat sich eben bewährt.

Ob ich noch eine Frage hätte, fragt mein Hotliner. Ja, eine, antworte ich, warum gibt das Script, dass auf der falschen Seite meinen richtigen Product Key als System Builder Version erkannt hat, nicht einfach einen kurzen Hinweis mit einem Link auf die richtige Seite?

Die Antwort stellt mich voll zufrieden, habe ich doch selbst gelegentlich mit sowas zu tun. Es wird ein Trouble Ticket dazu aufgemacht.

Jau, und wir alle glauben, dass sich jetzt ganz schnell alles bessern wird.

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