Man(n) wird alt…

Vor zwanzig Jahren fuhr ich auch schon fast täglich Käfer, damals mit Kläuschen, dem blauen Sparkäfer mit Lederlenkrad und Sonnendach. Das war mein erstes Studentenauto, billig, leicht und schnell zu reparieren und wenn ihm was passiert wäre, wäre ich zwar traurig gewesen, aber was soll’s, dann hätte ich mir eben einen der anderen damals noch zahlreichen und billigen Käfer besorgt.

Heute dagegen überlegt man sich vor der Fahrt erstmal, wo man hin will und ob man den Wagen da einfach so abstellen kann. Es könnte ja jemand ’ne Radkappe klauen oder das Wolfsburg-Emblem von der Kofferraumhaube oder oder oder…

Und den Begehrlichkeiten von Sohn Nummer 1, der den Wagen auch gern mal ausleihen würde, wird zögernd und fast ängstlich begegnet, schließlich sehe ich ihn ja mit seinem Fiesta um die Ecken räubern. Will ich das meinem Oldie zumuten.

Meine Mutter hat anno ’83 nicht gezögert, mir ihren 65er anzuvertrauen. Einen Monat nach meiner bestandenen Führerscheinprüfung hat mir mein Vater sogar die Schlüssel für den Familien-Manta überlassen, immerhin ein GT/E mit 110 PS. Das war damals schon was. Und ich werde mich hier nicht outen, was ich mit dem Ding alles ausprobiert habe…

Trotzdem oder vielleicht gerade genau deswegen zögere ich doch sehr, Fritzchen, wenn auch nur kurzfristig aus der Hand zu geben.

Mann wird eben doch alt. Soll sich der Nachwuchs doch sein eigenes Spielzeug kaufen

😉

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