Schottland Tag 2: Von Balmaha über Stirling nach Callander

Das erste englische, pardon schottische Frühstück dieses Trips, bestehend aus sausage, baked beans, scrambled egg, black pudding. Das einzige, was fehlte, war genau dass, worauf Heide es abgesehen hatte, Haggis.

Nachdem wir die Koffer aus dem ersten Stock gewuchtet hatten und uns dabei schworen, zukünftig bei Einzelübernachtungen immer nur das aus dem Wagen mitzunehmen, was unabdingbar ist, ging es frisch gestärkt los nach Stirling, mitten hinein ins William Wallace und Rob Roy Country. Es ging hinein in die Trossachs, die kleinen Geschwister der Highlands.

In Stirling enterten wir zuerst das Tourist Office, wo ich die obligatorische Touristenkopfbekleidung, ein Baseballcap mit St.Andrews Cross und Scotland-Schriftzug erstand. Sodann ging’s eine kleine Runde durch die Altstadt, lokales Geld ziehen und den Wagen umparken. Danach enterten wir einen der Cityguide-Busse und liessen uns im Obenohne-Doppeldeckerbus einmal an den Sehenswürdigkeiten vorbeikarren. Castle, William Wallace Monument, Bridge of Allan und die Uni zogen an uns vorbei. Als wir das Castle dann zum zweiten Mal erreichten, entstiegen wir dem Touristenlaster und machten uns auf, Stirling Castle zu erkunden. Dort erstanden wir denn auch gleich die 7 Tage bzw. 14 Tage Karte für Historic Scotland. Das bedeutet, man kann innerhalb von 14 Tagen 7 davon auswählen, an denen man sich die ansonsten eintrittsgeldbehafteten Sehenswürdigkeiten ansieht. Warum nicht einfach während der ganzen 14 Tage? Das muss der geneigte Leser die Damen und Herren von Historic Scotland fragen. Jedenfalls, wenn man vier davon sehen will, hat man das Geld raus, alle weiteren der über 70 Castles und so weiter sieht man dann umsonst.

Von Stirling ging es weiter nach Callander. Das Bed and Breakfast-Domizil hatten wir uns schon über das Tourist Office in Stirling gebucht, etwas teurer, dafür weiss man beim Ankommen schon, wo man schlafen kann. Da wir noch etwas früh dran waren, gönnten wir uns den kleinen Umweg über Loch Katrine, der uns durch den Queen Elizabeth Forest Park führte, eine sehr schöne Strecke, die noch schöner ist, wenn man keinen englischen Rentner vor sich hat, der nicht schneller als 20 mph fahren will.

Am Loch Katrine stellten wir dann fest, dass unser Programmpunkt „Fahren mit dem Dampfschiff SS Sir Walter Scott“ aufgrund der reparaturbedingten Abwesenheit besagten Dampfschiffs leider abgewandelt werden musste in „Fahren mit dem Ersatzausflugsdampfer auf dem Loch Katrine“. Reservieren ging immerhin. In Callander gab’s dann das erste Mal Essen beim Inder. Wurde wieder daran erinnert, das Briten kein Tip annehmen.

Das B&B im Old Rectory war sehr gemütlich, allerdings machte die Wasserspülung einen Heidenlärm.

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