Archiv der Kategorie: unterwegs

Im Licht der Öffentlichkeit oder „alternde Raser“

radarkontrolleWer hätte das gedacht, nach zwanzig Jahren bin ich mal wieder mit dem Käfer in eine Radarkontrolle geraten. Es geschah bei der ersten Ausfahrt dieses Jahr, direkt nach der Erteilung der TÜV-Plakette. Eben mahnte mich meine Frau noch, daß dort vorn eine Radarfalle stünde, da machte es auch schon „Knips“. Ein schneller Blick auf den Tacho ergab ca. 98 Sachen.

radarbild

Rechnet man die Missweisung des antiken Tempomessers und den Abzug der Polizei mit ein, hatte ich ein wenig Glück. 88 km/h werden Fritzchen und mir zur Last gelegt. Zwei Stundenkilometerchen mehr und es wäre punktewürdig geworden.

Umstiegsorgien dank S-Bahn Berlin

Tja, das konnte ja nicht gut gehen. Da reist man 350 km mit dem ICE von Hannover nach Berlin, komplett fahrplanmäßig. Sowas rächt sich irgendwann.

Ausführendes Organ war diesmal, wieder einmal, die S-Bahn Berlin. Abgesehen von dem Frust, nach einem lockeren 16 Stunden Arbeitstag für die 30 km von Berlin Mitte bis zur Haustür genauso lange zu brauchen, wie für die 350 km vorher (1:30 h), habe ich durchaus ein paar Anregungen für die Verantwortlichen bei der S-Bahn.

Zuerst zu den Fakten. Der ICE rollt leidlich pünktlich am Ostbahnhof ein, bis zur passenden S-Bahn, der S5 nach Strausberg sind noch 15 min Zeit zum Umsteigen. Auf dem Bahnsteig deutet nichts auf Baustellenverkehr hin, auch Durchsagen, die den interessierten Beförderungsfall auf Baustellenverkehr hinweisen würden: Fehlanzeige. Erst unmittelbar, bevor die S5 im Ostbahnhof einfährt, erfährt der betroffene Beförderungsfall, dass die Reise mit dieser S-Bahn in Lichtenberg endet, wo man dann die nächste U-Bahn nach Wuhletal nehmen möge, von wo man dann mit der S-Bahn weiterreisen kann.

Nicht-Eingeweithe seien hier darauf hingewiesen, dass die U-Bahn erstens nicht unmittelbar nach dem Eintreffen der S-Bahn in Lichtenberg losfährt und zweitens etwas länger braucht, als eine fahrplanmässige S-Bahn. Somit besteht eine 100 % Chance, die Anschlußbahn in Wuhletal zu verpassen, was dem Beförderungsfall natürlich auch, zusammen mit diversen Mitleidenden, widerfahren ist.

Der Klopfer folgt dann in Wuhletal, die S-Bahn fährt nicht vom stadtauswärts weisenden Bahnsteig ab, an dem die U-Bahn ankommt, sondern vom Gegengleis, also nochmal treppab, treppauf und warten. Die planmässige Bahn ist weg, der Takt beträgt satte 20 min., also heißt es warten.

An dieser Stelle noch einen herzlichen Gruß an die Dame von der Bahnsteigbesatzung, die unablässig versucht hat, über eine kaputte, vor Rückkopplung pfeifende Lautsprecheranlage unverständliche Ansagen zu machen. Nein, wenn etwas kaputt ist, hilft es meist nicht, hartnäckig die defekte Anlage weiter zu malträtieren.

Lernfelder für die S-Bahn:

  • frühzeitige Ansagen von Schienenersatzverkehr zumindest an Bahnhöfen mit Fern- oder Regionalanschluß
  • vernünftige Planung derartiger Ersatzverkehrsmaßnahmen (Freitagabend ist definitiv zu viel Verkehr dafür)
  • Sinnvolle Planung der Umstiegswege. Bei hohem Fahrgastaufkommen stadtauswärts macht es keinen Sinn, den Großteil der Fahrgäste auch noch unnötig den Bahnsteig wechseln zu lassen.

Sollte einer der Verantwortlichen hier mitlesen, ich bin gern zu einem Treffen zur Diskussion konstruktiver Maßnahmen bereit.

Diesmal jedenfalls hat sich die S-Bahn Berlin den Unmuts-Award wieder redlich verdient.

Schottland Tag 8: von Ullapool auf dem West Highland Track nach Portree

Da wir die Tour über die äußeren Hebriden kurzfritig gecancelt hatten, stand uns nun der Landweg nach Portree bevor. Nicht weiter schlimm, man fährt mitten durch die schönsten Highlands, biegt irgendwann rechts ab Richtung Skye, fährt über die Brücke auf die Insel und noch ein paar zig Meilen weiter und ist da.

Kaum waren wir auf Skye, fing es wie aus Kübeln an zu schütten. Sehr malerisch dabei war, wo das Wasser sich plötzlich in der Landschaft seine Bahn brach.

Das B&B in Achachork war sehr nett und nagelneu.

Schottland Tag 7: von Elgin über Fort George, Culloden und Inverness nach Ullapool

Der siebte Tag begann ruhig, wurde aber noch spannend. Wir fuhren morgens von Lossymouth los und machten den ersten Zwischenstop in Fort George, einer immer noch im Dienst der Royal Army befindlichen Festungsanlage aus dem 18. Jahrhundert, die gebaut wurde, um die Mündung des Ness zu verteidigen.

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