Dual-Monitor-Betrieb mit einer ATI Radeon HD2600 Grafikkarte

Kurz gesagt, das Einrichten des Dual-Monitor-Betriebs auf meinem neuen Rechner gestaltete sich etwas tricky. Auf dem alten Rechner mit der fünf Jahre alten ATI Radeon 9700 Karte gab’s da keine Probleme, aber für die neue Karte gibt es erst seit ein paar Tagen einen Treiber von ATI. Und mit dem vesa-Treiber wollte Xinerama gar nicht laufen.
Die aktuellsten Treiber gibt es direkt bei ATI, zusammen mit einer eher rudimentären Installationsanleitung. Rudimentär deshalb, weil nicht direkt beschrieben wird, wie man sich Pakete für andere Distributionen als SUSE und Redhat baut. Nach längerem Herumprobieren wurde ich fündig. Für Ubuntu 7.04 lautet der Befehl:

sudo sh ./ati-driver-installer-8.41.7-x86.x86_64.run --buildpkg Ubuntu/feisty

Das erzeugt vier deb-Pakete, die man dann installieren kann:

  • xorg-driver-fglrx-dev_8.41.7-1_i386.deb
  • xorg-driver-fglrx_8.41.7-1_i386.deb
  • fglrx-kernel-source_8.41.7-1_i386.deb
  • fglrx-amdcccle_8.41.7-1_i386.deb

Etwas gibt’s danach noch zu tun. Erstmal muß der neue Treiber aktiviert werden. Dazu wählt man das Menü System – Administration – Verwaltung eingeschränkter Treiber. Es erscheint eine Dialogbox, in der man explizit den Treiber aktivieren muß.

Verwaltung eingeschränkter Treiber

Danach verlangt das System einen Neustart, um den neuen Treiber zu laden. Der steht nun auch in /etc/xorg.conf als fglrx. Danach geht’s wie in Dual Monitor Betrieb unter Ubuntu Feisty Fawn beschrieben weiter.

Interessanterweise nimmt Linux statt des linken Monitors bei meinem System den rechten als primären Monitor an. Da ich nicht ständig die Kabel umstöpseln will (Windows nimmt den linken als primären Monitor), habe ich kurzerhand die Zeile

Screen       1   “Second Screen” RightOf “Main Screen”

umgewandelt in

Screen       1   “Second Screen” LeftOf “Main Screen”

Beim ersten Einloggen dann kurz die obere und untere Menüzeile auf den linken Monitor gezogen und alles sieht wieder normal aus.

So, jetzt hat der neue Rechner vier Betriebssysteme und immerhin drei davon nutzen beide Monitore. Wie’s mit openSUSE 10.3 klappt, berichte ich, wenn’s finalisiert ist 🙂

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