Projekt Rechenknecht2016

Eigentlich ist schon der Name des Projekts falsch. Meine bisherigen Rechner waren eher Multifunktionsfreizeitvernichtungsgeräte, warum sollte das beim nächsten PC anders sein. Andererseits ist Rechenknecht kürzer, also belasse ich es als Arbeitstitel dabei.

Soviel Zeit, wie in meinen derzeitigen Rechenknecht habe ich vorher nie in einen Rechner investiert. Das liegt vor allem daran, dass ich noch nie einen PC so lange in Betrieb hatte, wie die als Knoppzone-Workstation beschriebene Maschine. Sie erblickte als Alternate-Zusammenbau 2007 das Licht der Welt, damals noch mit Windows Vista und Windows XP und diversen Linuxen.

2009 erhielt der Rechner ein Hardware-Upgrade, einen schnelleren Core2 Quad Prozessor und mehr RAM (aktuell 8 GB). Vista wich Windows 7, dass wich irgendwann Windows 8. Da das nicht gut lief, kam 2012 die erste SSD für eine komplette Betriebssystemrenovierung. Windows 8 wich wieder Windows 7, schön schnell dank SSD. Das zusätzliche Terabyte Plattenplatz in zwei 500 GB Festplatten wurde halbiert. NAS sei dank braucht man heute keine Speicherplatzorgien im Rechenknecht. Windows 7 wich letztes Jahr Windows 10 und die alte Grafikkarte wich einer leidlich aktuellen GeForce GTX 750.

Jetzt wäre es Zeit, den Rechner komplett neu aufzusetzen. Er zickt hier und da, Spielen und 3D-Konstruieren geht nicht schnell genug. Und wenn ich schon Altlasten loswerden will, kann ich es gleich richtig machen.

Ein neuer Rechenknecht muss her. Umgesetzt wird ein Bauvorschlag aus c’t 25 2015, der All-inclusive-PC. Das wird für die nächsten Jahre wieder reichen. Aus dem alten Rechenknecht werden eine SSD und der BlueRay-Brenner recycled. Dazu kommt dann eine Core i7-6700 CPU auf einem ASUS Z170-A Board mit 16 GB RAM und einer GeForce GTX 960 Grafikkarte. Befeuert wird all das von einem 400W Netzteil von be quiet! Als Häuschen dient ein Corsair Carbide 200R. Windows 10 kriegt eine schöne neue Crucial 500 GB SSD, Linux kommt auf eine ebenfalls noch recht neue Crucial 250 GB SSD aus dem alten Rechenknecht.

Fast alles ließ sich bei mindfactory bestellen, bis auf Gehäuselüfter und SSD. Die kommen per Amazon Prime. Die SSD ist sogar schon da und heute will DHL zwei Päckchen von mindfactory bringen und Hermes den noch fehlenden Gehäuselüfter.

Und was passiert mit dem alten Rechenknecht? Erst einmal kommt ein frisches Linux drauf, um eine sichere Workstation für das Familienintranet zu haben. Vorher muss der neue aber erst einmal zusammengesteckt und eingerichtet sein.