Archiv der Kategorie: Allgemein

Frustwandler in Betrieb genommen

Frustwandler

Frustwandler

Seitdem ich eine Personal Trainerin habe, hat sich mein Leben zumindest in soweit geändert, dass ich nun mindestens einmal die Woche eine Stunde Sport treibe. Dabei habe ich das Boxen für mich entdeckt. Nicht das Boxen auf die Extremitäten anderer Leute, sondern das Boxen an sich.
Das dazu notwendige Equipment bekam ich zum diesjährigen Geburtstag von Sohn Nr.1 und seiner Freundin. Ein Boxsack samt Boxhandschuhen und Bandagen. Die zusätzlich eingesammelten Amazon-Gutscheine reichten dann noch für eine Wandbefestigung, die man bei Nichtbenutzung sogar wegklappen kann.
Heute war es nun endlich soweit, ein bisschen messen und mit der Wasserwaage hantieren, fix sechs Löcher in die Wand, ein bisschen geschraubt und fertig ist der Frustwandler. Damit wird ab sofort Frust in Wärme umgewandelt und gleichzeitig noch was für die Gesundheit getan.

Danke allen Beteiligten 🙂

Inhalt des Lego Adventskalenders 2011

Buchbesprechung: Der erste Brezelkäfer

VW 3806

Der erste Brezelkäfer

Neu in meinem Bücherschrank, der schon eine ganze Reihe Käferbücher beherbergt: „Der erste Brezelkäfer“ von Christian Grundmann, Axel Struwe und Clauspeter Becker.

Der Buchtipp, über den ich im Internet gestolpert bin, las sich vielversprechend. Der Bildband handelt von der Entdeckung und Restaurierung von VW 3806, dem sechsten Prototypen des VW 38. Er fand seinen Weg von Berlin über Litauen nach Hessisch Oldendorf, wo er mit viel Liebe und Aufwand restauriert wurde.

Eine einmalige Geschichte, die von Axel Struwe mit sehenswerten Bildern umgesetzt wurde.

Leider hat das Buch meine Erwartungen nur zum Teil erfüllt, denn bei dieser einmaligen Geschichte hätte ich mir deutlich mehr Details über den „Originalzustand“ und die Restaurierung gewünscht, sowohl in Bild als auch in Text. Z.B. die Geschichte der Schweißarbeiten, bei denen ein Großteil des Vorderwagens und der überwiegende Teil der Bodengruppe erneuert werden mussten, weil irgendjemand den Wagen mal von Heckmotor auf Frontmotor umgebaut hat. Dieser Teil der Restaurierung wird mit 7 doppelseitigen Bildern und zwei Seiten Text nur sehr grob umrissen, dabei steckt doch gerade dort jede Menge Arbeit drin und bestimmt warten gerade hier sehr viele Geschichten darauf, erzählt zu werden. Die bleiben die Autoren leider schuldig.

Die Dokumentation des unrestaurierten Zustands findet sich im Buch praktisch gar nicht. Schade, denn gerade durch die Visualisierung des Ausgangszustands könnte man den erreichten Endzustand noch besser würdigen.

Mein Fazit, ein schönes, sehenswertes Buch, dass leider zu viele Fragen offen lässt.

Staatstrojaner und Bundestagsabgeordnete

Der digital vor-, ein- oder teilgebildete Teil der Republik echauffiert sich über den Bundestrojaner bzw. Landestrojaner. Ob zu Recht oder Unrecht, das werden wahrscheinlich demnächst Gerichte und Bundestagsausschüsse klären dürfen. Am 19.10.2010 hat sich Hans Peter Uhl, MdB, gewählt als Volksvertreter für den Wahlkreis München-West/Mitte, in einer aktuellen Stunde des Bundestages zu Wort gemeldet und dort wörtlich verkündet:

“Das Land wird von Sicherheitsbehörden geleitet (…) es wird regiert von Sicherheitsbeamten”

Das eigentlich Erschütternde ist, dass der Mann jedes Wort davon ernst meint und somit der Welt zeigt, dass er seine eigene Aufgabe als Volksvertreter nicht verstanden hat. Er und jedes andere ordentlich gewählte Mitglied des Deutschen Bundestags sind es, die unser Land regieren. So steht es im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, einer Verfassung, die auch Herr Uhl sicher in ausgedruckter Form irgendwo in einem seiner Büros stehen hat. Einer Verfassung, die umzusetzen er gewählt worden ist.

Wie kommt es also dazu, dass sich ein Mitglied des Deutschen Bundestags im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes ans Rednerpult stellt und ungestraft behaupten darf, Deutschland sei ein Polizeistaat?

Weil er seine Aufgabe nicht verstanden hat? Weil er in seinem Job überfordert ist? In beiden Fällen sollte Herr Uhl, Jahrgang 1944 und damit 67 Jahre alt, seinen verdienten Ruhestand antreten und seinen Platz Jüngeren überlassen. Jede Generation hat ihre Herausforderungen zu meistern.

So wie es aussieht, ist die Herausforderung, mit den Problemen des digitalen Zeitalters umzugehen etwas für eine Generation nach der von Herrn Uhl. Das ist nicht ehrenrührig, das ist einfach so. Und das ist auch gut so.

Danke an Internet-Law für den Hinweis