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DornFritzchen ist erwacht

Man, das wurde ja Zeit. So einen lang anhaltenden Winter habe ich lange nicht erlebt. Und immer, wenn es so aussah, als ob es demnächst warm und trocken genug für die erste Ausfahrt sein würde, file das Thermometer wieder unter o° und es schneite. Aber vorletztes Wochenende war es dann soweit. Es ist zwar immer noch ein wenig kühl gewesen, aber immerhin war’s Samstag schon warm genug, um im Garten zu arbeiten. Dummerweise wurde das Wetter just wieder schlechter, als die Gartenarbeit dem Ende zuging und ich mich schon seelisch darauf eingestellt hatte, noch ein Stündchen mit Fritzchen durch die Landschaft zu rasseln.

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Altersinkontinenz

ja, alte Autos haben ja so ihre Macken. Bei Fritzchen ist es unter anderem das Hinterlassen kleiner Ölpfützen mit charakteristischem Muster überall dort, wo er länger verweilt. Nachdem ich ihn nur noch unter Auflagen (Pappe unter den Motorbereich) in unserer Strasse parken durfte, wurde es Zeit, etwas gegen das Tropfen am Käferhinterteil zu tun.

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Fritzchen’s erste Frühlingsausfahrt

Nachdem mich zwei Besuche in Fritzchen’s Winterdomizil Mitte Januar und kurz vor Ostern wegen totaler Startverweigerung etwas deprimiert hatten, rückten wir gestern gleich zu dritt an, um den rollenden Gefährten von der Immobilie wieder zum Automobil zu machen.

Während meine Aufgabe das schlaue Herumstehen war und mein geliebtes Weib den Bewegungsmelder der Tiefgaragenbeleuchtung versorgte, ging mein Freund Jürgen, der herbeigerufene Autospezialist, an die Ursachenforschung.

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Fritzchen revisited

Ich habe lange nix geschrieben, aber ich habe Fritzchen auch lange vernachlässigt. Seit Weihnachten steht er nun unbewegt in seinem Winterquartier. Gestern habe ich ihn endlich mal wieder besucht, aber er zeigte sich unwillig und wollte trotz durchziehendem Anlasser nicht anspringen. Also wird es jetzt wohl endgültig Zeit für die kleinen kosmetischen Aktionen, Batterie aufladen, Zündkerzen, Verteilerfinger und -Deckel wechseln.

Wenn er dann wieder läuft, geht’s zu einem Freund, den Spalt in der Beifahrertür besichtigen und ggf. einen Heilungsweg vor- und einschlagen. Dazu kommt noch der Tipp der Lackiererei, die Kotflügelschrauen auf Gängigkeit zu bringen, damit’s beim eigentlichen Lackieren keine bösen Überraschungen in Form von abgerissenen Schrauben kommt, was dann die Prozedur mit Ausbohren und Gewindenachschneiden nach sich ziehen würde.

Mittlerweile ist eine ganze Ersatzteillawine, die ich bei eBay ersteigert habe, bei mir eingetrudelt. Zu den Fersenbrettern und dem Lenkrad hat sich noch ein Wagenheber samt Halterung gesellt sowie ein Karton mit Kleinteilen rund ums Armaturenbrett, z.B. ein neuer Handschuhfachdeckel ohne zusätzliche Bohrlöcher und eine Radioblende.

Polster-Recherchen

Das mit den durchgescheuerten Sitzen und der aufgeplatzten Naht bei Fritzchens Mobiliar läßt mir ja keine Ruhe. Bei Käferland bin ich jetzt fündig geworden, was neue Sitzbezüge und Polster angeht.

Also, der Sattler wollte 500 Euronen pro Vordersitz, von der Rücksitzbank war noch gar nicht die Rede, macht zusammen 1000 €. Käferland bietet ein komplettes Bezugset (für Vorder- und Rücksitze) passend zu Fritzchens Baujahr für 279 Euronen an. Dazu dann noch neue Polster für die Vordersitze, knapp 200 Euronen für beide Sessel. Macht zusammen knapp 500 Euronen und den Spaß, lange Winterabende mit dem hobbymäßigen Erlernen des Sattlerlebens zu verbringen 🙂

Jetzt muß ich nur mal hinfahren und mir ansehen, ob die Bezüge für Fritzchen auch gut genug sind. Und kann dann hinterher in selbstbezogenem Gestühl platznehmen…

Einzug ins Winterquartier

Gestern war es soweit, Fritzchen wurde wieder nach Hannover überführt. Diesmal ging’s von Dedenhausen über die A2 nach Hannover in seinen neuen Tiefgaragenplatz. Das Wetter war zwar kalt aber sonnig, also nutze ich den blauen Himmel und öffnete das Sonnendach. OK, ich hab’s nur halb aufgemacht und 110 km/h sind keine allzu atemberaubende Geschwindigkeit, aber es reicht immerhin, um nicht von LKWs überholt zu werden.

Fritzchen in der abschliessbaren Garagenbox in Hannover

Fritzchen in der abschliessbaren Tiefgaragenbox

Als zusätzliches Bonbon habe ich auf der Fahrt auch noch mein neues Navi-System ausprobiert. Da klebte also der TomTom Go an der Scheibe und eine Frauenstimme wies mir sporadisch und durchaus korrekt den Weg. GPS-Navigation in altehrwürdiger Technik. Gerade in diesem Gegensatz liegt durchaus ein Reiz. Und da kein permanenter Einbau nötig ist, sehe ich so ein Navi-System durchaus als verzeihlichen Stilbruch an 🙂
In Hannover angekommen, ging’s dann gleich ins neue Käferheim. In einer Tiefgarage in der Nähe, ganz hinten links die letzte Gitterbox. Und ich mußte nur einmal rangieren, um Fritzchen auf seinen Stellplatz zu lotsen. Mal sehen, wie lange es dauert, ihn da wieder raus zu kriegen 🙂

Ein Heim für Fritzchen

Was man nicht alles über’s Internet kriegt. Jetzt sogar einen Tiefgaragenstellplatz. Gab’s bei www.haz.de nach ein bißchen hin und her klicken. Letztes Wochenende war scheinbar kein Garagenwetter, aber dieses Wochenende gab’s, was ich suchte.

Fritzchens neues Zuhause kostet 50 € pro Monat und liegt knapp fünf Fahrradminuten von meiner Wohnung entfernt, sozusagen auf halbem Weg zum Supermarkt. Da wohnt er dann in einer Tiefgarage in einem vergitterten abschließbaren Stellplatz. Damit dürfte er einigermaßen Rowdy-sicher sein.

Als gutes Zeichen kann man einen seiner zukünftigen Mitbewohner werten. Schräg gegenüber von Fritzchen steht schon seit geraumer Zeit, wenn man der dicken Staubschicht glauben darf, ein Porsche 928 S in einwandfreiem Zustand, vom Staub mal abgesehen. Und solange dem nichts passiert, wird sich wohl auch am Käfer keiner vergreifen.

Nächsten Sonnabend wird Fritzchen dann in sein neues Zuhause einziehen *freu* und einer warmen trockenen Überwinterung entgegensehen.

Sonntagsausflug mit Überraschung

Sonntagsausflug mit Überraschung

Nachdem gestern so ein richtig ungemütliches Wetter war, überraschte der Sonntag damit, daß er seinem Namen alle Ehre machte. Also schnell gefrühstückt, Kamera geschappt, ab in den Käfer und irgendwohin gerasselt, wo Fritzchen fotogen in der Landschaft stehen kann.

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Käfer im Schnee

Langsam wird’s Zeit, für Fritzchen eine trockene Bleibe für die kalten Tage zu besorgen. Heute morgen lag zum ersten Mal ungefähr fingerdick Schnee auf den Autos. OK, ein moderat eingeschneiter Käfer ist auch ein hübsches Bild, aber nach über 40 Jahren hat sich Fritzchen ein etwas schonenderes Winterdomizil verdient als es eine Straßenlaterne bieten kann.

Erste Anfragen verliefen zwar ergebnislos, aber noch bin ich guten Mutes, meinen Käfer überdacht durch den Winter zu bringen.

Udn so ganz nebenbei ist das Wochenende da, d.h. die käferlose Zeit, immerhin vier Tage, ist zu ende. Morgen mache ich mit ihm eine Ausfahrt und lasse mir das Rasseln durch die Ohren gleiten, so es nicht schneit und die Straßen nicht gesalzen werden.

Frost im VW

Mal wieder eine Geschichte über meine alten Käfer. diesmal wieder über Elliot den 65er. Über seine malade linke Seite habe ich ja schon berichtet, als ein roter Käfer versuchte, einem roten Käfer die Vorfahrt zu nehmen. Es gibt bzw. gab tatsächlich Leute, die ordnen sich links ein und versuchen dann, rechts abzubiegen.

Fazit war jedenfalls, Elliot war danach etwas undicht um den Unterboden. Bei Regen lief regelmäßig Wasser unten rein. Wir, d.h. meine Mutter und ich, versuchten, dieser Flut mit Zeitungspapier zu begegnen, sicherlich nicht unsere beste Idee. Besonders im Winter konnte es passieren, dass man morgens eine kleine kompakte Eisfläche vorfand, wo eigentlich eine rutschfeste Gummimatte den Fußraum schmücken sollte. Glücklicherweise funktionierten die Heizbirnen noch. Aber es brauchte doch den einen oder anderen Kilometer, um Elliot soweit zu erwärmen, dass man durch die Scheiben sehen konnte.

Ein probates Mittel, um die Durchsicht schlagartig zu erhöhen, lag darin, Defrosterspray innen auf die Scheibe zu sprühen. Tunlichst allerdings bei leicht geöffnetem Fenster, die Alkoholdämpfe waren ansonsten atem- und sinnesberaubend. Die normale Startprozedur sah so aus:

1. Defrosterspray auf das Türschloß,
2. einsteigen, Defrosterspray in die Pedalerie, um das Eis zu lösen
3. Motor anlassen, Heizung aufdrehen
4. Seitenscheibe runterkurbeln, Defrosterspray von innen auf die Windschutzscheibe, warten, mit Antibeschlagtuch nachwischen
5. Schalthebel im Stand mehrmals beherzt durch alle Gänge schalten
6. losfahren und den Linksbremstrick anwenden, bis die Startautomatik die Leerlaufdrehzahl auf mehr als Absterbdrehzahl heraufgeregelt hat.

So nach fünf Minuten konnte man meist auch das Fenster wieder hochkurbeln. War Elliot erst mal warm, wurde es richtig kuschelig und die Defrosterdämpfe waren dann ja schon durchs vorher offene Fenster entwichen.

Trotz dieser etwas umständlichen Prozedur habe ich es sehr genossen, Elliot samstags für die Fahrten zur Schule benutzen zu dürfen. Klar, mit Vaters Manta GTE konnte man mehr angeben, aber den kriegte ich nur äußerst selten. Und selbst mit dem Käfer war ich einer der ersten, der mit dem Wagen zur Schule fahren konnte 🙂

Nachdem klar war, daß Elliot den nächsten TÜV-Termin nicht überleben würde, griff ich zu rabiaten Mitteln, um ihn trockenzulegen. Ein gut platziertes Bohrloch in den Unterboden an einer tiefen Stelle links unter der Rücksitzbank diente als permanenter Wasserablauf. Danach war Elliot bis zu seinem seligen Ende wieder ein trockener Käfer.